Der Satellitenbetreiber SES beteiligt sich am Kampf gegen Ebola. Das luxemburgische Unternehmen hat über die Satelliten Astra 2F und SES-5 einen Informationskanal für die betroffene Bevölkerung in Westafrika gestartet.
Der Satellitenbetreiber SES möchte sich mit seinen Mitteln im Kampf gegen Ebola engagieren. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, wurde zu diesem Zweck ein eigener Bildungskanal gestartet, der über die Satellitenflotte des Betreibers nach Westafrika sendet, um die dortige Bevölkerung über die Krankheit aufzuklären.
Der Sender trägt den Namen Fight Ebla und soll generell für alle Nutzer von Satellitenfernsehen in Westafrika empfangbar sein. "Wir wollen die Menschen über den Kanal weiter aufklären. Viele Menschen wissen nichts über die Krankheit und suchen keine ärztliche Hilfe auf, auch wenn sie diese dringend benötigen", erklärte Ibrahima Guimba-Saidou, Senior Vice President Commercial Africa bei SES. 
  
Die Beiträge auf dem Kanal werden dabei aus verschiedenen Quellen bezogen, die laut SES vom luxemburgischen Gesundheitsministerium empfohlen werden. Sie werden kostenlos von mehreren internationalen Medien und Hilfsorganisationen wie UNICEF, Ärzte ohne Grenzen und End Ebola Now bereitgestellt. Beiträge und Appelle britischer Premier-League-Fußballer mit westafrikanischen Wurzeln wie Didier Drogba und John Obi Mikel vom FC Chelsea, Samuel Eto'o und Christian Atsu vom FC Everton, Peter Odemwingie von Stock City FC und Emmanuel Adebayor von Tottenham Hotspur ergänzen das Programm. 
  
Empfangbar sind die Sender über die Afrika-Beams der Satelliten Astra 2F (28,2 Grad Ost) und SES-5 (5 Grad Ost). Über 28,2 Grad Ost lauten die Empfangsparameter 11 595 MHz vertikal (DVB-S2, Symbolrate SR 30 000, Fehlerkorrektur FEC 5/6), über 5 Grad Ost ist der Sender über 12 303 MHz horizontal (DVB-S2, Symbolrate SR 30 000, Fehlerkorrektur FEC 3/4) zu empfangen. In Deutschland sind die Sender wegen der Auslagerung auf die Afrika-Beams der Satelliten nicht zu empfangen.
Quelle: digitalfernsehen.de